Saisoneröffnung mit Paavo Järvi

«Wenn ich Heimat höre, dann höre ich Estland, dann denk ich an Kindertage. An das Licht und wie es aufs Sommerhaus fällt nahe dem Fluss, von Bäumen umgeben und Wäldern. In meiner Welt war immer Musik. Meine Schwester spielt Flöte und ich am Klavier, Cousins und Cousinen mit Geigen und Celli, Gäste, viele davon Sänger. Ein Tohuwabohu, ein Wort, da auch die Esten kennen, kein Wunder, da singen die Menschen ja alle.

Wenn ich an Heimat denke, dann denke ich an den späten Sommer, an den Klang der Natur. Ich denke an Grillen und Vögel, an Fösche am Wasser und an den Regen, an freuchte Erde und wie sie beim Pilze suchen klingt unter den Sohlen.

All jener Klang ist verwurzelt in der Musik, in jeder Musik liegt der Klang der Natur. Man muss nur gut genug hinhören.»

Paavo Järvi

Paavo Järvi (Foto: Alberto Venzago)
Paavo Järvi (Foto: Alberto Venzago)

Für das Antrittskonzert als neuer Chefdirigent und Music Director des Tonhalle-Orchesters Zürich hat sich Paavo Järvi «Kullervo» von Jean Sibelius ausgesucht, eine tragische, finnische Sage, geformt zu einer grossen Sinfonie mit Chören und Gesangssolisten.

Paavo Järvi zum Werk
Für mich ist «Kullervo» ein sehr passendes Stück für dieses ganz spezielle und festliche Konzert, das ja nicht nur am Anfang einer Saison steht, sondern auch am Anfang der ersten Saison vom Orchester und mir als Team.
«Kullervo» finde ich ausserdem eine interessante Wahl, weil es abseits der ausgetretenen Pfade steht. Es ist etwas, das man nicht erwarten würde, und genau das kann ich mir als roten Faden für unsere zukünftigen Saisons vorstellen.

Mit Paavo Järvi, Royal Stockholm Philharmonic Orchestra, Estonian National Male Choir, Peter Mattei, Randi Stene.

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