Die Europatournee in der Presse

Auch die Presse hat Paavo Järvis erste Europatour als Chefdirigent und Music Director des Tonhalle-Orchesters Zürich begleitet. Lesen Sie hier einige Stimmen, die neben Beiträgen in Rundfunk und Fernsehen in den letzten Tagen erschienen sind.

«Ja, und? Das ist meine Art, Tschaikowsky zu spielen.»
Judith Hecht im Gespräch mit Paavo Järvi (Die Presse am Sonntag, 26.1.2020)
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«Wenige Sekunden reichen: ein zauberhaft klarer, verführerisch zarter Ton in den hohen Registern. Oft scheint der Klang aus dem Nichts zu beginnen. Deshalb wirkt alles bei ihm so mühelos, ohne jede Anstrengung.»
Klaus Lipinski, Recklinghäuser Zeitung (21.1.2020)

«Pultstar.»
Welt am Sonntag (19.1.2020)

«Das neue Tonhalle-Orchester Zürich zeichnet vor allem aus, dass es einen alten Klang hat – einen, der in seiner Tradition verwurzelt liegt. Es sind diese schönen, dunklen Farben, die man nicht oft zu hören bekommt.»
Julia Gass im Gespräch mit Paavo Järvi, Ruhr Nachrichten (16.1.2020)

«He got the music, like his musicians, to talk, to equally ruminate, gather steam and grow. Scenically unfolded, the Valse came over like a young ballerina's dream, all embrace and chatter before the bated breath of a nervous invitation and fleeting kiss caught on the wing. Pride of the Tonhalle-Orchester is the string department, led by charismatically musical principals, the corporate sound glowing like a sunset refracted through ruby wine. Setting the scene – violins divided antiphonally, doublebasses left of stage – the Andante introduction was an incomparably poetic demonstration of hushed, balanced voicing and ensemble, not a note out of place. ((…)) Showcase stuff.»
Ateş Orga, classicalsource.com (22.1.2020)
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«Ein Sound wie der Tritt eines Riesenkaters: samtig, schwer, saftig federnd und mit notfalls blitzschnell ausfahrender Klaue. Der gezügelte Marsch im zweiten Satz schlägt bei Järvi in einen breiten Strom dunkler Melancholie um. Das Scherzo ist aber dann straff wie ein Blitzbündel und mündet praktisch bruchlos in die Triumphfanfare des vierten Satzes mit dem berühmten Kranich-Thema. Järvi wird aber nicht folkloristisch. Er versteht die Sinfonie als Kraftprobe und Melodienwerkstatt.»
Edda Breski, Westfälischer Anzeiger (21.1.2020)
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«Schon im ersten Satz von, Tschaikowskys ‹Kleinrussischer› hörte man die schönen erdigen, warmen Farben, die die Tonhalle auszeichnen.»
Julia Gass, Ruhr Nachrichten (21.1.2020)

«Das Ensemble, der Sound, der Swing, die Finesse, das Verständnis auch von historisch informiertem Musizieren, das sie von David Zinman gelernt haben – das ist herausragend.»
Stefan Ender im Gespräch mit Paavo Järvi, Der Standard (13.1.2020)
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«Der ‹Neue› meint es ernst.
Womit? Nun, mit einem Vorsatz, den Järvi in seiner nordisch-zurückhaltenden Art nur wie nebenbei geäussert hatte, bescheiden, eher als Arbeitshypothese denn als ein laut hinausposauntes Programm: Das Tonhalle-Orchester habe das Zeug, zu den besten fünf Klangkörpern weltweit zu gehören, und genau das wolle er der Welt zeigen. Nach der am Montag zu Ende gegangenen Europa-Tournee, die von Innsbruck über Wien und Budapest schliesslich ins eindrucksvolle Konzerthaus in Dortmund führte, lässt sich sagen: Der Herr Musikdirektor hat den Mund keineswegs zu voll genommen. Wenn einer es schaffen kann, diesem hochgesteckten Anspruch gerecht zu werden, dann er – im Verbund mit diesen Musikern.»
Christian Wildhagen, Neue Zürcher Zeitung (21.1.2020)
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«Die fünfte Symphonie erlebte man in einem Spannungsfeld von straffer Energie und feinnerviger Eleganz. In der eidgenössisch-estnischen Darstellung ist Tschaikowsky ein Mann, der Crossfit macht und zum Ellmayer geht. Die Fortissimo-Passagen (etwa im Kopfsatz) waren von einer muskulösen Kompaktheit – Wampe gibt's nicht bei Järvi. Die Valse wurde mit artistischer Grazie getanzt - toll, wie nuanciert der 58-Jährige hier das erste Thema modellierte und dann steigerte. Auch in der Körpersprache des Dirigenten spiegelten sich diese zwei Pole wider: Järvi agierte wie ein Offizier und Gentleman.»
Stefan Ender, Der Standard am Wochenende (18.1.2020)
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«Martin Fröst: Er ist sympathisch und locker, vereint Virtuosität und Natürlichkeit mit Mut zum Risiko, Freiheit und Strenge in der Interpretation, dazu hohe Dosen von Witz.»
Walter Gürtelschmied, Die Presse (18.1.2020)

«Und mitreißend, emotional fordernd bohrte sich dann Tschaikowskys schicksalsschwere Fünfte Symphonie durch die Aufnahmefähigkeit. Järvi erreicht mit seinem ideal deutlichen, geradezu tragenden Dirigat ein gemeinsames Musizieren von starker Intensität, die Musikerinnen und Musiker geben ihm alles.»
Ursula Strohal, Tiroler Tageszeitung (17.1.2020)
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«Ich bin ein Musikerkollege, der zu den Stücken, die gespielt werden, eine Meinung hat und versucht, diese ohne Worte zu kommunizieren. Laut zu werden, weil Fehler passieren, ist nicht mein Stil.»
Markus Schramek im Gespräch mit Paavo Järvi, Titroler Tageszeitung (16.1.2020)
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veröffentlicht: 23.01.2020